Wein & Kulinarik in Bordeaux, Frankreich

In die wunderschöne Weinbauregion Bordeaux, im Südwesten Frankreichs führt uns diese Reise. Wir genießen die herrlichen Weine und die spannende französche Küche – hier mit vielen frischen Zutaten aus dem Atlantik.

Das Schönste ist die wunderbare Gastfreundschaft der Francois Boucherand, die mit ihrem Lebensgefährten Pierre im bezaubernden alten Haus ihrer Großmutter wohnt, wo sie auch uns liebevoll beherbergt.

Wir unternehmen herrliche Ausflüge zu den Wein Châteaus und ins Châteaus di Cognac, wo heute noch der berühmte Cognac Baron Otard hergestellt wird.  Wir fahren Wellentauchen auf die Atlantikinsel Île d’Oléron und genießen Abends Francois Küche und Pierres gut sortierten Weinkeller.

Dazu hören wir amüsante Geschichten, wie zum Beispiel die vom deutschen Wehrmachtssoldaten, der frische Austern liebte, bis er erfuhr, dass er sie lebendig gegessen werden…

Bordeaux Küche

Frische Scampi, Miesmuscheln, Meereschnecken, Austern… direkt vom Fischmarkt in Rochefort.

Leben wie Gott in Frankreich – so schmeckt die Küche in Bordeaux

Die Küche in Bordeaux funktioniert nicht ohne frischen Fisch und Meeresfrüchte aus dem nahen Atlantik. Direkt vom Fischmarkt in Rochefort holen wir mit Francois und Pierre frische Miesmuscheln, Austern, Scampi, …. und natürlich auch Meeresschnecken – wir sind schließlich in Frankreich. Gegessen werden sie mit selbstgemachter Mayonnaise und firschen Baguette.

Bordeaux

Unglaublich welche Köstlichkeiten Francois in kürzester Zeit in ihrer kleinen Küche zaubert.

Miesmuscheln kochen – so einfach geht’s!

Muscheln waschen; Zwiebel und Knoblauch in einem großen Topf anschwitzen, mit (gutem!) Weißwein und Wasser aufgießen, aufkochen und einige Minuten köcheln lassen; Achtung: Wasser nicht salzen – die Muscheln haben Meerwasser in sich!

Sind die Schalen offen, noch ein paar Minuten weiter köcheln. Vor dem Servieren Petersilie, Olivenöl und etwas Butter dazugeben. Der herrliche Sud wird gelöffelt bzw. mit Baguette aufgetunkt. In den Restaurants werden Muscheln meistens im Topf mit Pommes frites, „Moules frites“ serviert .

Die großen Scampi kocht Francois einfach in Wasser. Die kleinen brät sie nur kurz in etwas Olivenöl, danach essen wir sie mit ganzer Schale – sehr knusprig! Die Austern aus den nahen Austernbänken am Meer werden natürlich ungekocht und lebendig gegessen – was man vielleicht nicht immer erwähnen sollte!

„Die Auster esse ich nicht, die ist schon tot“

Francois Vater war Gemüsehändler, der jeden Tag zum Frühstück Autern aß, er erreichte übrigens ein gesegnetes Alter. Nach dem Krieg arbeitete ein ehemaliger Wehrmachtssoldat bei ihm. Zusammen frühstückten die beiden jeden Tag frische Austern – der Soldat liebte die Austern wie Francois Vater.

Eines Tages legte der Gemüsehändler eine Auster mit den Worten „Die esse ich nicht, die ist schon tot“ wieder zur Seite. Der junge Deutsche bekam große Augen und meinte, dass die ja wohl alle tot wären.

Darauf der Vater: „Nein, wenn sie tot sind, kann man sie nicht mehr essen“. Von da an aß der junge Bursch nie wieder auch nur eine einzige Auster.

Austern aus dem Atlantik

Wie ein kräftiger Schluck Meerwasser – frische Austern von den Austernbänken am Atlantik.

Unglaublich wieviel Geld man mit Wein verdienen kann

Wie in eine märchenhafte Wunderwelt versetzt, fühle ich mich auf dieser Fahrt. Wir setzen bei Royan mit der Fähre über auf die Halbinsel Médoc, einem der bekanntesten Weinbaugebiete Frankreichs. Wunderbare erdige Weine werden hier in den wunderschönen und eleganten Châteaus gekeltert. Wir fahren bis Saint-Émilion, dem berühmten Weinort östlich von Bordeaux – dem Mecka süd-westfranzösischer Weine.

Wein Chateau Médoc

Die Anwesen der Weingüter und Weinproduzenten sind märchenhaft schön.

Einen Besuch Wert – die wunderschönen Châteaus in Médoc

Viele der Châteaus bieten zwischen Juni und Mitte September Degustationen und einen Verkauf ab Hof inkl. Kellerführung an. Es empfiehlt sich, sich vorab ein wenig zu informieren, denn manche Weingüter können nur mit Voranmeldung besucht werden.

Andere wie das berühmte Château Mouton-Rothschild in Pauillac sind nur einem exklusiven, sehr zahlungskräftigem Publikum vorbehalten. In vielen wunderschönen Châteaus, ist man aber sehr herzlich willkommen!

Wein Château Médoc

Der Weinbau in Bordeaux hat eine sehr lange Tradition, entsprechend alt ist so manches Weingut. Die meisten sind bestens erhalten und liebevoll gepflegt.

Wein Château Médoc

Wunderschöne Gartenanlagen und Parks gehören oft zu den gepflegten Wein Châteaus dazu.

Weine in Médoc – Weine höchster Güte

Das milde südatlantische Klima und mineralische Böden sorgen für kräftige tanninreiche Rotweine, die traditionell im Eichenfass gelagert werden. Für etwa 15 bis  35 Euro / Flasche bekommt man sehr gute Weine ab Hof.

Nach oben hin gibt es natürlich keine Grenze. Die Weine stammen überwiegend aus konventionellem und intensivem Weinbau. Bio Weine sind kaum bis gar nicht zu bekommen.

Francois und Pierre lieben die Weine in Saint-Émilion, dem berühmten Weinörtchen östlich von Bordeaux. Die Weine hier schmecken leichter, runder und auch etwas eleganter. Allerdings sind sie, wohl auch wegen der Berühmtheit des Ortes – spürbar teurer.

Wein Châteaus in Medoc

Überaus luxuriös wohnt der französische Weinadel in diesen zauberhaften Châteaus.

Bordeaux – Weltkulturerbe an der Garonne

Heim geht’s wieder über Bordeaux, der wunderschönen 250.000 Einwohner Stadt an der Garonne. Sie ist das Zentrum der Weinbauregion Bordeaux. Berühmt ist die Stadt, die auch Weltkulturerbe ist, für die herrliche Küche, die Weine und die wunderschöne Altstadt mit einem regen Nachtleben.

Sehenswert ist die schöne gotische Kathedrale Saint-André, Kunstmuseen und natürlich der Miroir d’Eau, der berühmte Spiegelbrunnen am imposanten Place de la Bourse.

Kathedrale Saint-André

Die Kathedrale Saint-André ist das Wahrzeichen von Bordeaux und eine der größten Kathedralen Frankreichs.

Miroir d’Eau am Place de la Bours

Alle 15 Minuten füllt sich der Brunnen mit Wasser, worin sich dann der imposante Platz Place de la Bours und seine Besucher auf eine faszinierende Art und Weise spiegeln. Danach fließt das Wasser langsam wieder ab und es folgt für 3 Minuten ein angenehmer Sprühregen. Besonders schön ist das Schauspiel am Abend, wenn es bereits dunkel ist.

Miroir d’Eau am Place de la Bours

Der Miroir d’Eau am Place de la Bours sorgt für faszinierende Spiegeleffekte.

In Bordeaux begann und endet diese wunderbare Reise – die bestimmt nicht meine letzte das schöne Frankreich war.

In diesem Sinne: Au revoir en france!

Viel Spaß beim Nachkochen!

Alles Liebe allen Frankreich Fans und denen, die es noch werden möchten!

Mona Eder